SARKRISTA – Summoners of the serpents wrath

Copyright: Purity through Fire / Sarkrista
Copyright: Purity through Fire / Sarkrista

Es gibt ja Alben, auf die wartet man richtig ungeduldig und kann den Release kaum mehr erwarten. So erging es mir kürzlich auch mit dem endlich vorliegenden neuen Album der Schleswig-Holsteiner SARKRISTA, „Summoners of the serpents wrath“. Auch die in den letzten Wochen vorab vorgestellten Songs konnten an dieser Ungeduld nicht wirklich etwas ändern. Aber gelohnt hat sie sich definitiv, so viel sei vorab schon gesagt. Beim ersten Durchhören fällt natürlich direkt die wieder sehr natürlich klingende Produktion auf. Roh und ungeschliffen, aber trotzdem sehr differentziert, auch wenn die Gitarren teilweise leicht verwaschen klingen und die Becken ein klein wenig mehr Punch vertragen könnten. Aber irgendwie gehört dieser Sound ja auch zu genau dieser Sorte Black Metal; da gab es in jüngster Vergangenheit Bands ganz anderen Kalibers, die ihren atmosphärischen und melodischen Black Metal mit einer grottigen oder viel zu dünnen Produktion selbst entwerteten.

Mit einem unheilschwangeren Intro steigt man in „Summoners of the serpents wrath“ ein; in einen 50 Minuten dauernden zornigen, aber stets melodischen Parforceritt durch die Untiefen des Black Metals. Im Opener „The lurking giant“ spielt man gleich die schon vom Debüt bekannten Stärken aus: eine gut eingespielte Instrumentalfraktion, die melodischen Leads und Riffs sowie das raue, kehlige Keifen von Frontmann Revenant. Ein wenig hektisch wirkt nur das etwas abrupte Ende des Songs sowie der sofortige Übergang hin zu „The gathering of blackest shadows“. Dessen fantastisches Lead macht das jedoch gleich wieder wett und beschert uns einen der besten SARKRISTA-Songs. Der folgende Titeltrack hat es nicht gerade einfach, dagegen anzukommen, wird ab ungefähr der Hälfte allerdings schön episch und führt diese Epik auch in das sich anschließende „Ascending from the deep“ fort. Das ist extrem gut gelungen und führt dazu, dass das Album in einem außerordentlich guten Fluss genießbar ist. „He, who liveth and reigneth forevermore“ ist schon seit einiger Zeit bekannt, zumindest wenn man sich in den sozialen Medien bewegt und gezielt seine liebsten Bands im Auge behält. Gut gewählt war diese Auskopplung vor allem deswegen, da auch hier alle Stärken der Band vereint sind und der Song somit nicht nur repräsentativ für das Album selbst sondern auch für SARKRISTA generell ist. Obwohl mich das lange Klavieroutro schon ziemlich überrascht hat, da es sehr ruhig ist und fast wie eine Art Interludium wirkt. Allerdings ist die größte Überraschung „The sea Pt. 2 (My cold grave)“, das oberflächlich betrachtet fast als Depressive Black Metal durchgehen würde: Ein sehr zurückhaltender, schleppender Track, der sich erstaunlich gut in den Rest des Albums einfügt. Ich gebe zu, dass ich diesbezüglich skeptisch war, als vor kurzem auch dieser Song ausgekoppelt wurde und ich ihn zum ersten Mal hörte. „Black devouring flames“ ist ein typischer SARKRISTA-Track: schnell, melodisch und ohne Kompromisse. Der Album-Closer „Rituals of flames and skulls“ beschließt in eben dieser Weise ein durchgehend überzeugendes Album, wobei der ausklingende Akustikteil atmosphärisch den Kreis zum Intro schließt.

Was soll man abschließend da noch großartig sagen außer: Kaufen! Ich bin wie schon beim Debüt sehr begeistert; zumal ich finde, dass gerade bei dieser Sorte Black Metal die Melodien den größten Reiz ausmachen und dennoch weit entfernt davon sind, sich in irgendeiner Form kommerzialisert anzubiedern. Fantastisches Album und eine deutliche Steigerung zum Debüt!!! +++ 8,5 / 10 Punkten

Um euch dieses wirklich ausgezeichnete Album zu ordern, besucht schnellstens den Webshop von Purity through Fire, wo ihr euch entweder die normale Jewelcase-CD, das auf 100 Exemplare limitierte A5-Digipack oder aber das über Worship Tapes herausgegebene Tape sichern könnt.

Copyright: Sarkrista
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SARKRISTA – Summoners of the serpents wrath
Black Metal from Germany
Label / Vertrieb: Purity through Fire (CD + A5-Digipack) & Worship Tapes (Tape)
Running time: 50:21 minutes
Release date: 06.03.2017 (CD, Digipack + Tape)

www.purity-through-fire.com

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