Celebrations of Life and Death

BEASTIALITY – Worshippers of unearthly perversions

Copyright: Invictus Productions / Beastiality
Copyright: Invictus Productions / Beastiality

Schweden war schon immer ein Land, dass vor musikalischem Potential nur so strotzte: Jedes Jahr schießen unzählige neue Bands aus dem Boden aus allen nur denkbaren Stilrichtungen. Und ob es sich dabei nun um Black, Death oder Trash handelt oder klassischer Heavy Metal bedient wird, ist dabei auch relativ egal. Denn ein Großteil der Bands kann dabei auf ein meist relativ hohes spielerisches Niveau bauen. Ob am Ende dabei auch ein gutes Songwriting steht, soll an dieser Stelle jedoch einmal offen bleiben. Zu diesen noch relativ jungen und hungrigen Bands gehören die 2011 in Stockholm gegründeten BEASTIALITY, die im vergangenen Dezember ihren ersten Longplayer namens “Worshippers of unearthly perversions” auf die Meute losgelassen haben. „BEASTIALITY – Worshippers of unearthly perversions“ weiterlesen

OBSCURE BURIAL – Obscure burial

Copyright: Invictus Productions / Obscure Burial
Copyright: Invictus Productions / Obscure Burial

Death Metal und kein Ende: War das vergangene Jahr schon reich an erstklassigen Debüts und nicht weniger starken Alben von alten Hasen (die neue Morbid Angel!), so flatterte mir kurz vor Jahresschluss noch dieses Kleinod ins Haus. “Obscure burial”, das Debüt der aus Finnland stammenden OBSCURE BURIAL, bietet in seiner Mischung aus Black und Death Metal eine Mischung der Extraklasse. Nicht, dass man den Stil nicht schon kennen würde. Aber die vier Satansbraten schaffen es, mit diesem Album eine weitere, solide Brücke zwischen Vergangenheit und Zukunft zu schlagen. Soll heißen: So groß die Bezüge in die ‘alte’ Szene auch sein mögen, man befindet sich im Hier und Jetzt. „OBSCURE BURIAL – Obscure burial“ weiterlesen

ABIGOR – Höllenzwang (Chronicles of perdition)

Copyright: Avantgarde Music / Abigor
Copyright: Avantgarde Music / Abigor

ABIGOR gehören seit ihrer Gründung 1993 zu den Bands im Black Metal, von denen man bei jedem neuen Release alles und nichts erwarten darf. Keine Veröffentlichung hört sich wie die andere an, was einerseits dem Anspruch ans wahre Künstlertum geschuldet ist. Andererseits jedoch ist diese Kompromisslosigkeit darauf zu beziehen, dass man auch heute noch den ursprünglichen Idealen des frühen Black Metals verpflichtet ist. Was heißt: Black Metal bedeutet Rebellion gegen jede Form des Establishments, also auch gegen die vom Kommerzbetrieb vereinnahmte Seite dieser Musik; Black Metal ist Ausdruck eines tiefen seelischen Empfindens, was durch die Musik hervorgeholt wird; Black Metal ist etwas absolut Eigenständiges, das der Künstler für sich selbst interpretiert und das sich nicht in Schubladen pressen lässt. „ABIGOR – Höllenzwang (Chronicles of perdition)“ weiterlesen

WATAIN – Trident wolf eclipse

Copyright: Century Media Records / Watain (picture shows the cover from the limited Digipack)
Copyright: Century Media Records / Watain (image shows cover from the limited Digipack)

Disclaimer:
Wer von Anfang an auf Black Salvation dabei ist, weiß, dass WATAIN die Band ist, die mir musikalisch und emotional am nächsten steht und dass ich dieses Review daher nur bedingt objektiv gestalten kann, was ich in der Vergangenheit zumindest versucht habe. Ich werde das Folgende daher einfach aus mir heraus fließen und den Moment für sich sprechen lassen. Da ich diesen Release zudem zum Anlass nehme, in den nächsten zehn bis vierzehn Tagen mal wieder ein persönliches Bandspecial über die für mich in den letzten 15 Jahren so wichtige Band zu veröffentlichen, lege ich den Fokus nur auf das aktuelle Album.

Weit über vier Jahre hat es gedauert, bis in Form von “Trident wolf eclipse” das sechste Studioalbum der schwedischen Black Metal-Legende WATAIN nun endlich veröffentlicht wurde. Und die Warterei hat sich definitiv mehr als gelohnt. Zwar brachte man seit dem umstrittenen Vorgänger von 2014, “The wild hunt”, die eine oder andere Veröffentlichung unter das Volk; so recht konnte man damit die Lust auf einen vollwertigen Longplayer aber nicht befriedigen. Lediglich die “Tonight we raise our cups and toast in angels blood: A tribute to Bathory”-LP  aus dem Februar 2015 war so etwas wie ein Ersatz. „WATAIN – Trident wolf eclipse“ weiterlesen

SUMMON – Aesthetics of demise

Copyright Iron Bonehead Productions / Summon
Copyright: Iron Bonehead Productions / Summon

Es fasziniert mich immer wieder, wie aus einem so von der Sonne verwöhnten Land wie beispielsweise Portugal, der Heimat von SUMMON, ein solch finsterer Bastard aus Black und Death Metal entstehen kann wie im Falle der schon im Juni 2017 erschienen Debüt-EP “Aesthetics of demise”. Gerade haben Iron Bonehead Productions die News rausgehauen, dass in wenigen Monaten die erste Full-length namens “Parazv il Zilittv” erscheinen wird. Dies möchte ich zum Anlass nehmen und im Vorfeld noch auf die EP einzugehen, deren Review zu erstellen mir aus den bekannten Gründen vergangenen Sommer nicht möglich war. In den gut 26 Minuten herrscht in erster Linie gemäßigtes Midtempo vor, was für einen schweren und erdrückenden Gesamtsound sorgt. „SUMMON – Aesthetics of demise“ weiterlesen

VHORTHAX – Nether darkness

Copyright: Iron Bonehead Productions / Vhortax
Copyright: Iron Bonehead Productions / Vhorthax

Gleich zu Beginn des Jahres 2018 kredenzen uns Iron Bonehead Productions mit der Debüt-MCD “Nether darkness” der aus Russland stammenden VHORTHAX ein alles verschlingendes Monster aus schwärzestem Black und Death Metal. In den präsentierten vier Songs (plus Intro und Outro) wird eine unglaublich dichte Atmosphäre aufgebaut, die momentan ihresgleichen sucht. Nicht, dass man etwa komplett neue Wege beschreiten würde. Die Grundstrukturen der Tracks gehören durchaus zum Standard. Allerdings wird durch die Verquickung von okkultem Black Metal und finsterem Death / Doom dem Ganzen etwas Bitterböses beigemischt. Viel zum Gesamtsound trägt auch die rohe, aber druckvolle Produktion bei: „VHORTHAX – Nether darkness“ weiterlesen

ECTOPLASMA – Cavern of foul unbeings

Copyright: Memento Mori / Ectoplasma
Copyright: Memento Mori / Ectoplasma

Das Revival des klassischen Death Metal hält auch weiterhin an. Ständig kriechen neue Bands aus ihren Löchern, um den alten Helden zu huldigen und dabei mal mehr, mal weniger eine eigene Identität entwickeln. Bei einigen Bands sind die Reverenzen so deutlich, dass es schon wehtut, andere Bands wiederum nutzen sie mit einer gewissen Ironie, was durchaus auch seinen Charme hat. Andere Gruppen wiederum spielen diese Musik aus totaler Leidenschaft heraus, ohne sich Gedanken darüber zu machen, ob und wie deutlich die Einflüsse bemerkbar sind. Zur letzten Kategorie zählen die Griechen ECTOPLASMA, die am 22.01.2018 ihre zweite Full-length “Cavern of foul unbeings” vorlegen. „ECTOPLASMA – Cavern of foul unbeings“ weiterlesen

SACROCURSE – Gnostic holocaust

Copyright: Iron Bonehead Productions / Sacrocurse
Copyright: Iron Bonehead Productions / Sacrocurse

Internationale Kollaborationen sind schon etwas Tolles: Egal, ob nun als vollwertige Band oder einfach als Projekt zum Austausch unterschiedlicher Ideen; der Austausch derselben ist dabei wohl für jeden Musiker eine Herausforderung. Interessant ist allerdings, dass sich hierbei immer wieder Menschen zusammenfinden, die trotz unterschiedlicher Kulturen für eine einzige Sache brennen: die Musik. Und das ist das wirklich Bemerkenswerte daran. Egal, aus welcher Ecke des Globus: Irgendwo finden sich immer Musiker zusammen, die die Vorliebe für ein bestimmtes Genre teilen und deren kreative Visionen sich zu etwas ganz Eigenem sammeln. So auch im Falle von SACROCURSE, deren momentane Mitglieder zwar nur noch aus Monterrey in Mexico stammen, zu deren Beginn jedoch auch Musiker aus der Türkei mitwirkten. „SACROCURSE – Gnostic holocaust“ weiterlesen

DRUID LORD – Grotesque offerings

Copyright: Hells Headbangers Records / Druid Lord
Copyright: Hells Headbangers Records / Druid Lord

Es wird mal wieder Zeit für eine Ladung schwärzesten Doom / Death Metal. Mit dem zweiten Album der aus Florida stammenden DRUID LORD liegt man in der Hinsicht goldrichtig. “Grotesque offerings” ist ein höllisch schwerer Bastard aus finsterstem Doom und altem Death Metal, wie er zumeist Mitte bis Ende der 80er-Jahre zu finden war und durchaus seine Einflüsse aus der heimischen Orlando-Szene zieht. Dem Album wurde zudem eine extrem drückende Produktion verpasst: Der Gitarrensound ist klar, während der Bass so tief gestimmt ist, dass es klingt, als würden die Boxen kratzen. Allerdings auf die Art und Weise, die gleichzeitig so viel Druck erzeugt, dass jeder Anschlag in die Magengrube hämmert. „DRUID LORD – Grotesque offerings“ weiterlesen

PERDITION WINDS – Transcendent emptiness

Copyright: Hellthrasher Productions / Perdition Winds
Copyright: Hellthrasher Productions / Perdition Winds

Finnland! Land der tausend Seen, Heimat des War Black Metal sowie der zahllosen, mit einzigartigen Melodien arbeitenden Black Metal-Bands. Gut, letzteres ist natürlich nur zum Teil richtig. Denn dass man auch ohne die für das Land so typische Melodieführung ein packendes Album erschaffen kann, beweisen die seit 2010 aktiven PERDITION WINDS, die vor wenigen Wochen ihren zweiten Longplayer “Transcendent emptiness” auf die hungrige Meute losgelassen haben. Dabei macht man einen ordentlichen Sprung nach vorne seit dem 2014 erschienenen Erstling “Aura of suffering”: „PERDITION WINDS – Transcendent emptiness“ weiterlesen