RITUALIZATION – Sacraments to the sons of the abyss

Copyright: Iron Bonehead Productions / Ritualization
Copyright: Iron Bonehead Productions / Ritualization

Seit 2007 das erste Demo der Franzosen RITUALIZATION erschien, haben diese sich kontinuierlich auf ihrem Weg des leicht angeschwärzten Death Metal weiterentwickelt. Die beiden Demos, eine Split mit Temple of Baal sowie eine EP zeugen bisher davon. Wohltuend ist, dass man diese vier Releases im Zeitraum 2007 bis 2013 veröffentlichte und sich für das Debüt weitere dreieinhalb Jahre Zeit gelassen hat, dass uns nun seit dem 13.02.2017 in Form von „Sacraments to the sons of the abyss“ vorliegt. Und auch wenn man sich stilistisch sehr an den technischeren US-Death Metal anlehnt, enthält der Gesamtsound auch erkennbare Elemente aus dem Black Metal. Besonders Archgoat schimmern immer wieder durch, deren „Black messiah“ sich als Coverversion auf dem zweiten Demo findet. Passend dazu ist die Produktion des Albums extrem brutal und dynamisch. Instrumentell ist alles sehr ausdifferenziert und die Vocals fügen sich mit ihrem Keifen und Growlen ebenfalls richtig gut ins Gesamtbild ein. Nach dem Intro „Conjuration of the howling depths“ wird man mit dem Opener-Doppel „Last rites to the damned“ und „Genesis to your curse“ heftigst überrollt, bevor man zu Beginn von „Herald of betrayal“ das Tempo ziemlich drückt, nach kurzer Zeit jedoch auch hier wieder mächtig aufs Gas steigt. „The graveyard coven“ arbeitet ebenfalls mit diesen zähen Passagen, was eine dichte Atmosphäre schafft und den Sound extrem düster erscheinen lässt. Durchgehend Vollgas gibt es anschließend in „Beneath the sepulchre“ und auch das folgende „Revealed in terror“ variiert nur minimal sein Tempo. „Morbid magick stigmata“ knüpft daran an und ist für mich ganz persönlich das absolute Highlight des Albums, dicht gefolgt vom sich daran anschließenden „Heretics“, das abschließend noch einmal pure Zerstörung bringt und eines der besten Soli im Death Metal der letzten Zeit aufweist. Das Outro „Ashes pouring from the chalice“ beendet ein Album, was es in seiner Intensität mit vielen Bands aufnehmen kann, die deutlich mehr Jahre und Alben auf dem Buckel haben, als RITUALIZATION. Beharrlichkeit und Zeit zahlen sich letztlich doch immer aus.

Wenn es um Death Metal geht, bin ich extrem wählerisch. Na gut, im Grunde bin ich das bei jedem Genre, das ich liebe. Ob sich das nun Black, Doom oder Death Metal nennt, spielt da primär keine Rolle. Allerdings spielt die Bandpräsentation sowie das textliche Konzept einer Band eine große Rolle (jedenfalls im Black und Death Metal), so dass RITUALIZATION auch da genau meinen Nerv treffen. Und, Luzifer sei es gelobt, „Sacraments of the sons of the abyss“ ist ein wahrlich großes Album dieses Jahr, dass sich JEDER schleunigst kaufen sollte, der auch nur einen minimalen Funken für blasphemischen Death Metal übrig hat! +++ 8,5 / 10 Punkten

Ich kann nur empfehlen, sich dieses Death Metal-Schwergwicht schleunigst zu ordern. Entweder über den Webshop von Iron Bonehead, wo ihr das Album sowohl als CD als auch auf Vinyl erhaltet (limitiert auf 500 Exemplare; 400 in schwarz, 100 im blau/schwarzen Splatter). Oder ihr besucht den Bandcamp-Shop des Labels, wo ihr euch den Download kaufen könnt.

Copyright: Iron Bonehead Productions / Ritualization; detailed cover blue/black splatter-vinyl (limited to 100 copies)
Copyright: Iron Bonehead Productions / Ritualization; detailed cover blue/black splatter-vinyl (limited to 100 copies)

RITUALIZATION – Sacraments of the sons of the abyss
Blackened Death Metal from France
Label / Vertrieb: Iron Bonehead Productions (CD + LP) & Bandcamp (Download)
Running time: 43:06 minutes
Release date: 13.02.2017

www.shop.ironbonehead.de
www.bandcamp.com

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