BLOOD FEAST – The future state of wicked

Copyright: Blood Feast
Copyright: Blood Feast

Schaut man sich im heutigen Thrash Metal um, so beziehen sich viele der jüngeren Bands, die erst einige Jahre dabei sind, immer wieder auf alte Haudegen aus der zweiten Reihe, deren Alben zwar teilweise richtig gut waren, denen aber dennoch stets das gewisse Etwas gefehlt hat, um ganz nach oben aufzusteigen. So erging es auch den US-Thrashern von BLOOD FEAST, die zwischen 1986 und 1991 zwei gute, aber eben nicht überragende Alben herausbrachten. Seit 2007 ist man mit neuem Line-Up wieder in aller Ruhe am Werkeln gewesen und haut am 14. April 2017 mit „The future state of wicked“ ein Album raus, dass es in weiten Teilen durchaus mit der Konkurrenz von Exodus, Slayer sowie einem Großteil der ganzen Jungspunde aufnehmen kann. Neben dem typischen Riffing, das überwiegend stark ausfällt, ist das vor allen Dingen den richtig schön fiesen Vocals von Chris Natalini zu verdanken, der sich nicht hinter einem Zetro Souza zu verstecken braucht, sondern in derselben Liga mitspielt, was Power und Ausdruck in der Stimme angeht. Die Gitarrenfraktion leistet ausgezeichnete Arbeit und bietet neben richtig geilen Riffs auch immer wieder starke Leads und Soli auf, von denen sich die jungen Heißsporne sogar noch etwas abschauen können. Das Drumming ist solider Standard, für diese Art von Thrash jedoch schön trocken produziert und böllert ganz gut nach vorne, so wie die komplette Produktion, die ein einziger Faustschlag in die Fresse von High-Quality-Püppchen ist. Das beweist das Opener-Triple „INRI“, „Off with their heads“ und „Breathren“ richtig eindrucksvoll. „By the slice“ nimmt das Tempo ein wenig raus, was dem Album spürbar gut tut und eine prima Vorbereitung auf das teils doomig walzende „The underling“ ist. Von der Dynamik her schlägt auch „Who prays for the devil“ in diese Kerbe, obwohl man dessen ruhigere Parts an den Anfang und das Ende des Songs stellt. Das Abschlusstriple „Nein“, „Remnants II“ (ein Instrumental) und „The burn“ geben dann nochmal richtig Vollgas und schließen so den Kreis zum Anfang des Albums.

Natürlich ist das hier kein Meilenstein oder gar bahnbrechend Neues; aber das mit Abstand beste BLOOD FEAST-Album und eines der besten Alben im US-Thrash der letzten Zeit. Die Kaufempfehlung kann ich da jedem Thrash-Maniac uneingeschränkt aussprechen! +++ 8 / 10 Punkten

Diese Thrash-Granate erhaltet ihr ab dem 14.04.2017 über den Webshop von Hells Headbangers Records als CD, LP und Tape sowie als Download über Bandcamp.

Copyright: Blood Feast
Copyright: Blood Feast

BLOOD FEAST – The future state of wicked
Thrash Metal from the USA
Label / Vertrieb: Hells Headbangers Records (CD, LP, Tape) & Bandcamp (Download)
Running time: 43:21 minutes
Release date: 14.04.2017

www.hellsheadbangers.com
www.bandcamp.com

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