MAGOTH – Der Toten Gesang

Copyright: Magoth
Copyright: Magoth

Was den geneigten (Black) Metal-Fans heutzutage als „Demo“ angepriesen wird, ist wirklich nicht mehr feierlich. Da landet eine Veröffentlichung in Albumlänge in deiner Anlage, richtig gut produziert und in keinster Weise daran erinnernd, dass es noch vor gar nicht mal so langer Zeit in der Hinsicht noch ganz anders war. In der Regel waren Demos 15 bis 20 Minuten kurz, mit mal mehr, mal weniger grottigem Kellersound und einer meist sehr spartanischen Aufmachung. Zum Glück sind diese Zeiten vorbei (auch wenn ich zugeben muss, dass die Tendenz im Underground wieder hin zu Tapes geht; heute immerhin mit guter Produktion und entsprechender Aufmachung). „Der Toten Gesang“(bereits im April 2016 erschienen) nimmt dich mit auf eine Reise in das Norwegen der Neunziger, ohne dabei zu verleugnen, dass MAGOTH aus hiesigen Landen stammen, was sicherlich auch daran liegt, dass die Jungs mich streckenweise sehr an Nagelfar erinnern, auch wenn hier dankenswerterweise auf den Klargesang verzichtet wird. Das Album ist fast durchgehend eine wahre Blastorgie, nur an wenigen Stellen wird kurzzeitig das Tempo herausgenommen. Die einzige Ausnahme ist hierbei der Abschlusstrack „Funeral“.  Was für ein Black / Doom-Monster! In der Regel habe ich zwar bei den meisten Bands Schwierigkeiten, mir achteinhalb Minuten lange Instrumental-Stücke anzuhören, aber diesmal stimmt von der ganzen Atmosphäre her einfach alles. Der Track walzt dich einfach komplett nieder. Wenn jemand nach Anspieltipps fragt, so würde ich den Titeltrack, „Mental fortress“ und eben „Funeral“ nennen. Mein einziger Kritikpunkt ist, dass die Vocals etwas zu sehr im Hintergrund sind. Dass würde ich mir für die Zukunft anders wünschen. Nichtsdestotrotz sage ich voraus, dass wir nach diesem starken Einstieg in Zukunft noch einiges von MAGOTH erwarten dürfen. Denn wer bereits ein „Demo“ in dieser Form veröffentlicht, dass jetzt schon besser ist als so manches Debüt anderer Bands, wird es verdammt schwer haben, den Hörer zu enttäuschen. Klare Kaufempfehlung!!! +++ 8 / 10 Punkten

Die CD (im schicken Card-Sleeve) sowie den Download erhaltet ihr nach wie vor bei Bandcamp.

Copyright: Magoth
Copyrigth: Magoth

MAGOTH – Der Toten Gesang
Black Metal from Germany
Label / Vertrieb: unsigned / Distribution via Bandcamp
Running time: 34:05 minutes

www.magoth.de
www.bandcamp.com

Anregungen? Kritik? Immer her damit...